Über mich - Move your voice
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Über mich

und meine Arbeit

Bei einem einjährigen Frankreichaufenthalt im Jahr 2004 saß ich eines abends in einer Bar in Montpellier und hörte einer Band zu, die offensichtlich komplett improvisierte. So etwas hatte ich in meinem 19jährigen Leben zum ersten Mal gesehen. Mich faszinierte vor allem der Sänger, der keine Texte sang, sondern auf Silben lautierte, mit einer Stimme von für mich unglaublichen Höhen und Tiefen. Der Ausdruck „mit Leib und Seele“ stand sichtbar vor mir auf der Bühne. Es war eindeutig zu sehen, dass der Sänger seinen ganzen Körper brauchte und auf vielfältige Weise einsetzte, um auf diese Art zu singen.
Er hat sein Instrument immer dabei“, dachte ich und beschloss in diesem Moment, Gesangsunterricht zu nehmen, sobald ich in Berlin wohnen würde.

Die Bedeutung dessen, das „Instrument immer dabei zu haben“ erschloss sich mir erst später: als ein Weg, der den Körper immer mehr ins Zentrum des Erlebens rückt und zu mehr Lebendigkeit und Fülle führt. Stimme ist ein körperliches Instrument, das durch alle Knochen und Zellen schwingt, Verbindung, Sinnlichkeit, Authentizität und Selbstgewahrsam schafft und unterstützt.

 

Neben offiziellen Weiterbildungen in Musiktherapie, „Ganzheitliche Stimm- und Gesangsarbeit“ nach Carien Wijnen, HP Psychotherapie sind für meinen Werdegang ebenso wichtig: eine eigene Psychoanalyse,  zehnjähriger Gesangsunterricht in Gruppen-  und Einzelsettings bei Saskia Baumgart, mehrjährige und andauernde Beschäftigung mit Körper- und Traumaarbeit (praktisch: vor allem durch die Arbeit von Ilan Stephanie und theoretisch: Damy Charf, Peter Levine, Laurence Heller und Aline Lapierre) die Teilnahme an einer Jahresgruppe für „Roy Hart“ (Stimm-)Arbeit bei Waltraud Höfinger und Christiane Hommelsheim sowie freies Tanzen im Selbsterfahrungsbereich.

Seit 2005 beschäftige ich mich mit den Phänomenen und Zusammenhängen von Körper, Bewegung und Stimme und bilde mich im Bereich Stimme und Gesang kontinuierlich weiter.

 

Stimme Bewegung Gesang

 

Gesang und Tanz gab es zu allen Zeiten in allen Kulturen als ursprünglich-menschlicher Ausdruck auf seelischer, körperlicher und spiritueller Ebene.

In meiner Arbeit verbinde ich Gesang und Tanz – Stimme und Bewegung (in Einzelarbeit und Gruppenarbeit) zu zwei sich befruchtenden Phänomenen der spielerischen Kommunikation, des Selbstausdrucks, des Sich- Spürens, des Ankommens im Körper, mit all den Klängen, Geräuschen und willkürlichen Bewegungen, die sich zeigen wollen. Die Stimme als solche  wird erfahrbar, bewusst, veränderbar und wird als Katalysator für Lebendigkeit, Selbsterleben, Selbstausdruck und Selbstbestimmung genutzt.

Einzel– und Gruppenangebote

 

 

Musiktherapie

 

Musiktherapeutische und intermodale Methoden (Tanz, Bewegung, Malen) bieten Möglichkeit auf einer vorsprachlichen Ebene und auf kreative Weise Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten, sowie sich selbst mit den eigenen Bedürfnissen stärker wahrzunehmen. Intermodale Arbeit birgt den Schatz, dass sich unterschiedliche Sinneskanäle (hören & spüren, sehen & tasten u.s.w.) miteinander verbinden. Dies führt zu einer komplexen Integration des Selbsterlebens.

 

In musikalischer Improvisation können Ausdrucksweisen, Kontakt- und Kommunikationsarten erlebt werden, wie es in einer rein sprachliche Methode nicht möglich wäre. Das vorsprachliche Erleben wird danach in Sprache übersetzt und bewusst integriert.

 

Aus meiner eigenen Selbsterfahrung weiß ich wie wichtig, wunderbar und unausschließbar der Körper ist für jede Form von Veränderungsprozessen. Aus diesem Grund ist das körperliche Erleben und die Sensibilisierung dafür (durch Atem-, Tanz- und Stimmarbeit) ein sehr wichtiger Teil des Prozesses.

 

Ein Text zu Musiktherapie, Stimmarbeit und die Heilungsmöglichkeiten von Trauma: Gespräch mit Ilan Stephanie

Move_Your_Voice_Portrait_Hannah

Hannah Breithaupt

  • geb. 1985
  • aufgewachsen in Sachsen-Anhalt
  • seit 2005 in Berlin lebend

 

Beschäftigung/ Interessen, die in die Arbeit einfließen:

  • Körperarbeit und Ressourcenarbeit für Belastungen durch Traumatisierung (auch Entwicklungstrauma)
  • „Weiblichkeit und Kultur“: Grenzen, Körperlichkeit, Selbstbehauptung, Paradoxe

 

Abschlüsse:

  • 2009 Bachelor in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft und Französischer Philologie (Freie Universität Berlin)
  • 2014 Zertifikat für Musiktherapie/ Intermodale Methoden (Europäische Akademie der Heilenden Künste Klein Jasedow in Kooperation mit dem Institut für Musiktherapie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg)
  • 2016 Heilpraktikerin für Psychotherapie
  • 2016 Praktikerin für ganzheitliche Stimm- und Gesangsarbeit nach C. Wijnen (Institut für ganzheitliche Stimmarbeit und Gesangstherapie ISGT Berlin)